
Zürich
Sprachen lernen und erleben


Gerne können Sie sich auch unseren LSI-High School-Katalog als PDF downloaden
Gerne können Sie sich auch unseren High School-Katalog bestellen
Am 13. August 2005 um 6:25 Uhr hob der Flug LH 1251 von Köln/Bonn Airport planmässig ab und mein Abenteuer USA hatte begonnen. Aber der wahre Anfang liegt noch weiter zurück und lässt sich auch nicht mit einem Datum oder Zeitpunkt bestimmen. Der Wunsch, für einen Zeitraum ins Ausland zu gehen, bestand bei mir schon immer, auch wenn er erst in der 10. Klasse konkret Konturen annahm.
Als ich begann, mich bei verschiedenen Organisationen zu erkundigen, sah mir LSI nach einer guten Adresse aus, so entschied ich mich, dieser die Organisation meines USA-Semesters zu überlassen. Und danach ging alles ganz schnell, die Zeit begann immer näher zu kommen, auch wenn ich das erst richtig in den Sommerferien wahrnahm. Ich verabschiedete mich allmählich von meinen Freunden, die letzten Partys wurden gefeiert und ich hatte zu packen.
Zwei Monate vor meinem Abflug hatte ich bereits mit meiner Gastfamilie Kontakt, hatte also schon mit ihnen am Telefon geredet und auch E-Mails geschrieben, trotzdem konnte ich mir nur schwer vorstellen, wie es denn werden würde. Und als ich dann auf einmal im Flugzeug sass, fing ich erst richtig an, wahrzunehmen, dass ich nun ein halbes Jahr in einem anderen Land ohne meine Familie und Freunde vor mir hatte.
Am Flughafen wurde ich von meiner Gastfamilie herzlich empfangen, und dann ging es auch schon in mein neues Zuhause. Zwei Tage später wurde ich zum ersten mal zum Schulgelände gefahren, wo ich das Tennisteam traf und, obwohl noch Ferien waren, gleich mit dem Training begann. Die erste Woche, die laut vielen anderen Auslandsstudenten recht hart ist, verging für mich rasend schnell, da ich zweimal täglich trainierte und ganz schnell in das Familienleben integriert war.
Ich hatte Glück, in diesem Tennisteam zu sein, da es mir am ersten offiziellen Schultag genauso half, mich zurecht zu finden. Überall in den Gängen traf ich meine Teamkollegen, die mir auch halfen, die Räume und meinen Wandschrank zu finden, wenn ich in den ersten Tagen etwas orientierungslos in den Pausen durch die vielen langen Gänge lief. Und so verrann die Zeit ganz schnell. Der erste Monat, der zweite und dann war die Tennissaison auch schon vorbei. Ein merkwürdiges Gefühl war das dann. Bis zu diesem Zeitpunkt war mein ganzer Tagesrhythmus so sehr von der Schule, vom Tennisteam und dem Familienleben beeinflusst, dass ich kaum zum Nachdenken kam. Ab da an hatte ich Zeit, mich mit Freunden auch mal nachmittags zu treffen, mit meinen Gastbrüdern und Gasteltern etwas zu unternehmen, wie zum Beispiel zu Basketball- oder Eishockeyspielen nach Omaha zu fahren, was mir vorher nicht möglich gewesen war. Wir taten dies nun oft, was ich richtig genoss. Durch meine Freunde fand ich Interesse am Show-Wrestling im TV, wir haben uns alles immer zusammen angeschaut.
Nach zwei Monaten ging es auch in der Schule richtig gut, ich war in der Lage, alles, was ich sagen wollte, zu formulieren und verstand auch so gut wie alles. Auch nach der Tennissaison blieb ich gut in Form, worauf die Schulen in den USA Wert legen, da ich als einen meiner Kurse PE (Physical Education) gewählt hatte, wo ich jeden Tag in der Schule Gewichtheben trainierte.
Dann ging es schon bald auf „Thanksgiving“ zu, Weihnachten, Neujahr. Dies alles war mit grossen Familienfeiern verbunden. Meiner Ansicht nach sind die Grossfamilien in den USA sehr eng verbunden, was sich an solchen Gelegenheiten bemerkbar machte, da immer alle zusammenkamen, nicht selten mehr als 30 Leute.
Am Ende ging es viel zu schnell Ich wollte gar nicht mehr weg, ich hatte eine super Zeit, auch wenn ich mich gefreut habe, meine Freunde und Familie wieder zu sehen. Diese Erfahrung werde ich nie vergessen!
| Weitere Informationen zum High School-Programm: | |
| Ian Cryer | High School-Programm |
|---|---|
![]() |
Ian Cryer Tel +41 44 251 58 25 |