
Zürich
Sprachen lernen und erleben


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Marc verbrachte das Schuljahr 2005/06 in Colorado, USA (MarcEhlers@gmx.de)
Am 13.06.06 musste ich schweren Herzens meine so lieb gewonnene Familie und alle meine Freunde nach nur 10 Monaten Richtung Deutschland verlassen. Dabei war ich 10 Monate total nervös über das, was mich in Amerika erwarten würde.
So war ich nach einem tränenreichen Abschied aus Deutschland am 08.08.05 hin und her gerissen zwischen Schmerz, da ich meine Familie nun für fast ein Jahr nicht sehen würde und Neugier, mich endlich mal völlig alleine irgendwo durchschlagen zu müssen. Mein Flug, der mich von Hamburg über New York und Houston endlich zu meiner neuen Heimat Colorado brachte, verlief mehr oder weniger ohne Probleme. Allerdings musste ich mich in New York zu meinem Gate fahren lassen, da sich mein Gate änderte und ich anstatt 6 Std. Zeitunterschied 7 Std. einstellte und somit dachte, ich würde meinen Flug verpassen. Hier schon machte sich die Freundlichkeit der Amerikaner bemerkbar, die sich durchweg durch meinen Aufenthalt ziehen sollte.
Nach einem herzlichen Willkommen meiner Gastfamilie wurde es dann noch eine lange Nacht, da wir uns so viel zu erzählen hatten und nicht aufhören konnten. Ich hatte schon Wochen vor meiner Ankunft Kontakt mit meiner Familie und war schon völlig begeistert, dass ich in einem 700 Seelendörfchen in den Rocky Mountains leben durfte. Trotz der Tatsache, dass meine Familie aus zwei Generationen bestand, für mich waren sie mein Opa (73) und Vater (48), verstanden wir uns alle super und ich erlebte so viele spannende Dinge, die ich hier in Deutschland nicht hätte machen können. Neben den normalen Tagesausflügen zu den Touristenattraktionen, war ich Paintball spielen, zwei Wochenenden Snowboarden, Shooting und vieles andere. Auch mit meinem örtlichen Betreuer verstand ich mich super, so lud er mich zu einem Footballspiel der Denver Broncos ein und arrangierte zu meinem 17. Geburtstag eine Live Band. Es war einfach genial.
Meine Schule war eine halbe Stunde mit dem Auto von unserem Haus entfernt. Für mich war sie mit 2500 gegenüber sonst 500 Schülern in Deutschland umwerfend. Da ich Fussball spielte, entschied ich mich, auch dem Schulteam beizutreten und dies erleichterte mir auch das bekannt machen mit den Jugendlichen um einiges.
Neben den mir vorgeschriebenen Pflichtfächern Englisch und U. S. History entschied ich mich noch für Physik, Mathe, Französisch und Journalismus. Nach dem 1. Semester wechselte ich von Physik zu Sport. Im grossen und ganzen hatte ich noch nie so viel Spass in der Schule wie auf der Palmer High School. Es war natürlich schon eine Umstellung für mich, nun erst um 17 Uhr jeden Tag nach Hause zu kommen und dann mit den Hausaufgaben anzufangen, aber nach einer Gewöhnungszeit war auch das kein Hindernis mehr.
Obwohl man mich als Junior eingestuft hatte, erlaubte mir die Schule trotzdem, an der Abschlusszeremonie (Graduation) teilzunehmen und es ist etwas, wovon man in Deutschland nur träumen kann.
Für mich vergingen die 10 Monate viel zu schnell und es gibt noch so viel, was ich mit meinen Freunden machen möchte. Schon alleine deswegen will ich so schnell wie möglich zurück und noch einmal Amerika geniessen.
Eine der schönsten Wochen hatte ich, als ich mich entschloss, bei dem Hawaii-Trip mitzumachen mit über 70 Austauschschüler aus allen Ländern. Das hatte schon was, neue Bekanntschaften mit Leuten aus Norwegen, Brasilien, Mexiko, Schweden, Taiwan zu machen. Aber auch dies Woche ging zu schnell vorbei.
So musste ich also Colorado am 13.06.06 für’s erste Mal, aber ganz sicher nicht zum letzten mal verlassen, denn eines ist gewiss, ich komme wieder.
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